Wer seine Eltern verliert, verliert seine Vergangenheit.
Wer sein Kind verliert, verliert seine Zukunft.
Die eigene Welt gerät aus den Fugen. Nichts ist mehr selbstverständlich. „Normal“ ist, den Kindern vorauszugehen und sie auf dieser Welt zurückzulassen. Der Tod eines Kindes aber verstößt gegen alle „Regeln“. Darüber kann niemand „hinwegkommen“ und dorthin zurückkommen, wo er/sie vor dem Verlust war.
Neben dem großen Schmerz können Depressionen, Ängste, Aggressionen, Selbstvorwürfe oder Gedanken, als Eltern versagt zu haben, auftreten.
In der Regel trauern Mütter und Väter sehr unterschiedlich und die Partnerbeziehung wird auf eine harte Probe gestellt. Schließlich ist auch der Umgang mit den Geschwisterkindern nicht mehr selbstverständlich. Auch diese sind betroffen und trauern je nach Alter, Geschlecht und Reife unterschiedlich.
Oft genug tritt dann das Gefühl auf, es nicht mehr alleine zu schaffen. Dann kann es helfen, in einem sicheren Rahmen Ordnung in das Gefühlschaos zu bringen und verstehen zu lernen, wie der Partner oder ein Geschwisterkind versuchen, mit dem Geschehenen umzugehen. Sie können sich aufmachen auf einen Weg der Veränderung, bei dem es nicht einfach um das Loslassen geht sondern auch um die Neugestaltung der Liebe zu dem verstorbenen Kind.