„Für die anderen hast Du nie existiert.“
Die intensiven Gefühle der Mutter sind für Außenstehende gerade nach Verlusten in der Schwangerschaft oft kaum nachvollziehbar. Für viele werdende Eltern
bricht jedoch eine Welt zusammen. Das ersehnte Kind konnte nicht leben. Hoffnungen und Träume brechen mit einem Mal zusammen. Selbstzweifel können heftig nagen.
Ein Abschied findet oft nicht statt. Mit der entstandenen Leere umzugehen, wird zu einer großen Herausforderung.
„Aber da war doch noch nichts…“ oder
„Ihr könnt doch noch mehr Kinder bekommen“
sind nur zwei der Sätze, die von den betroffenen Frauen oder Paaren meist verletzend empfunden werden.
Daneben trauern Väter häufig anders als die Mütter oder scheinbar
gar nicht. Viele Partnerschaften geraten dadurch in eine ernste Krise oder zerbrechen.
Aber auch nach einem Schwangerschaftsabbruch erleben Frauen häufig Schmerz und Trauer und sind mit ihren Gefühlen gerade dann erst recht alleine. Darüber hinaus leiden sie oft an Schuldgefühlen und stellen ihre Entscheidung im Nachhinein in Frage. Wut auf den Partner und Ängste vor der Zukunft belasten sie meist zusätzlich.
Schließlich können weitere Fragen auftauchen, auf die Antworten gefunden werden müssen:
- Sollten Geschwister von jenem Kind erfahren?
- Können sie begreifen, was geschehen ist?
- Wie beziehe ich das/die Geschwister in den erlebten Verlust mit ein?
So klein das Kind auch immer gewesen sein mag, es hat bereits seine
eigene Geschichte.
Und:
Bereits die Tatsache seines Dagewesen-Seins allein erfordert Achtung und Anerkennung und braucht seinen Platz.
Diesen persönlichen Platz zu finden – dabei möchte ich Sie gerne begleiten.